e-Medikation mit ELGA

Sie kennen das, Ihr Arzt fragt Sie, welche Medikament sie aktuell einnehmen – wenn Sie nicht vorbereitet sind, fallen Ihnen garantiert nicht alle Medikament ein, die sie täglich oder auch auch nur fallweise schlucken. Das kann Folgen haben. Viele Medikament zeigen nachteilige Wechselwirkungen oder verursachen Überdosierungen, wenn sie zugleich eingesetzt werden.

Mit der e-Medikation, die seit Jänner 2018 schrittweise in ganz Österreich eingeführt wird, fällt dieses Risiko weg. Alle diesbezüglichen Daten werden 1 Jahr gespeichert, sind für Ihren behandelenden Ärzte (und nur für diese!) auf einen Blick greifbar und können auch von Ihnen selbst jederzeit eingesehen. werden.

Vorteile:

  • Ärzte sind künftig zur Speicherung verordneter Medikamente in e-Medikation verpflichtet und haben damit eine bessere Entscheidungsgrundlage für eine optimale Therapie. Auch was Kollegen anderer Fachgebiete bereits verschrieben haben (egal, ob das Rezept bereits eingelöst wurde), scheint auf. Somit kann auch in einem Notfall im Spital schneller die richtige Entscheidung getroffen werden.
  • Sie selbst haben allzeit Klarheit, was Sie einnehmen sollten und gefahrlos dürfen. Sogar, wenn Sie zusätzlich rezeptfreie Präparate erwerben.
  • Denn auch Apotheken können auf die e-Medikationsliste zugreifen und dadurch besser beraten. In Apotheken wird ebenfalls die e-Card gesteckt, auch wenn Sie frei verkäufliche Medikamente erstehen. So können auch hier nachteilige Kombinationen vermieden werden – allerdings nur, wenn Sie die e-Card vorweisen.

Sie können Ihre e-Medikationsliste über das ELGA-Portal einsehen, mehr Informationen finden Sie auf www.elga.gv.at – hier gibt es auch ein sehr gutes Erklärvideo

In Vorarlberg, Steiermark und Kärnten wurde das System schon gestartet, im Oktober startet dann Tirol, und danach kommt Salzburge, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und ab September 2019 Wien.

Es gibt natürlich immer noch einige Probleme, aber nachdem die Umstellung von Bundesland zu Bundesland mit Zeitintervallen erfolgt, sollten auch die Probleme leichter lösbar sein. In medonline ist vom März 2018 ein Artikel über die Anfangsschwierigkeiten einer praktischen Ärztin.

Fazit ist, dass es für uns Patienten wahrscheinlich mehr Vorteile als Nachteile bringt, und wir als Patienten und e-card-Benutzer uns doch darüber informieren sollten, was mit dieser e-medikation alles möglich und machbar ist.

Quelle: www.sva.at und www.elga.gv.at