Tipps zu Ausstellungen

Neu auf 49plus Tipps zu Ausstellungen, Filmen, Theateraufführungen, Konzerte  und kurze Beschreibung dazu. Und auch wenn die Ausstellungen schon vorbei sind, wir löschen es trotzdem nicht, damit Sie nachlesen was Sie versäumt haben.

  • Jüdisches Museum Lady Bluetooth Hedy Lamarr27.11.2019 bis 10.5.2020. Das schönste Mädchen der Welt – das hat schon Max Reinhardt über sie gesagt. Ihr erste Hauptrolle verkörperte sie noch als Hedy Kiesler in dem Skandalfilm von 1933 „Ekstase“.
#49plus Lady Bluetooth Hedy Lamarr
Hedy Lamarr, der Skandalfilm „Ekstase“. Foto Gabriele Czeiner

Sie heiratete den Waffenhändler Fritz Mandl. Irgendwann gelang ihr die Flucht aus dieser Ehe, danach kam, mit einigen Zwischenstationen, Hollywood. Und sie wurde zur schönsten Frau der Welt. Sie bekam auch einen Stern am Walk of Fame. Und dann war sie noch Hobby-Erfinderin. Mit George Antheil entwickelte sie ein Frequenzsprungverfahren, dies gilt heute als Vorläufer für Bluetooth und Mobilfunk. Also die Ausstellung ist sehr beeindruckend.

  • MAK: 20.11.2019 bis 17.5.2020 Otto Prutscher, Allgestalter der Wiener Moderne. Architekt, Designer, Ausstellungsgestalter, Lehrer. Das könnte man unendlich fortsetzen. Prutscher war so vielseitig, und in dieser Ausstellung sind einige wunderschöne Stücke zu sehen.
  • MAK – noch eine Ausstellung, 18.12.2019 bis 13.4.2020: Thonet und das moderne Möbeldesign. Das Unternehmen Thonet feiert sein 200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt es im MAK eine bemerkenswerte Ausstellung zu Bughholz. Die berühmten Thonetsesseln, welche wir alle kennen, sind hier zu besichtigen, und auch einige kuriose Sitzgelegenheit.
#49plus Thonet und das moderne Möbeldesign
MAK: Thonet und das moderne Möbeldesign. Foto: Gabriele Czeiner
  • Albertina: leider nur noch bis 6. Jänner Albrecht Dürer

Wenn Sie Zeit haben unbedingt noch ansehen, und Zeit braucht man, schon alleine um Eintrittskarten zu kaufen, ca. 30-60 Minuten einplanen. Einfacher ist es mit einer Jahreskarte oder eine Karte Online kaufen, auf der Webseite vom Museum. Die Albertina hat ca. 140 Arbeiten des Malers im Eigentum, die gezeigt werden, und es gibt auch noch etliche Leihgaben.

#49plus Albertina Dürer-Ausstellung
Albertina: Albrecht Dürer Ausstellung – eine Studio über seine eigenen Hände – Foto: Gabriele Czeiner
  • Nochmals Albertina: Warhol bis Richter, endet am 13. April

Kunstwerke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von Andy Warhol „Mercedes-Benz Formel Rennwagen W125“, von 1987, oder von Gottfried Helnwein „James Dean VI“, von 1992. Diese Meisterwerke kennen wir wahrscheinlich sehr gut, diese wurden immer in diversen Zeitschriften und Magazinen gezeigt, sind auch als Poster zu kaufen, aber wenn man dann das Original sieht, davor steht und bewundert, sieht wie groß das Original ist, dann begreift man erst, was ein MEISTERWERK ist.

#49plus Albertina "Warhol bis Richter"
Albertina: Warhol bis Richter – Gottfried Helnwein James Dean VI. Foto: Gabriele Czeiner

Im Weltmuseum gibt es immer verschiedene Ausstellungen. Korridor des Staunens: Die Sammlung des Weltmuseums umfasst rund 200.000 (!) Objekte von denen werden ca. 1,5 % gezeigt. Hier wird nichts erklärt, hier wir nur gezeigt – alt steht neben jung, Raritäten neben Massenware, Einzelstücke neben Serie. Es ist zum STAUNEN.

#49plus Weltmuseum Wien
Weltmuseum Wien: Korridor des Staunens – Foto: Gabriele Czeiner

Faces in Prayer: bis 20. Juni 2020 Fotografien von Katharina Heigl, Menschen die während des Gebetes, der Meditation fotografiert wurden. Egal welcher Religion oder welcher Nationalität diese Menschen angehören.

#49plus Weltmuseum Wien
Weltmuseum Wien: „Faces in Prayer“ – Foto: Gabriele Czeiner
  • Caravaggio & Bernini

Kunsthistorisches Museum, noch bis 19.1.20Entdeckung der Gefühle Zwischen1600 und 1650 entstand in Rom eine neuartige Kunst. Viele Künstler zog es nach Rom, die gute wirtschaftliche Lage, die katholische Reform sorgte fürn zahlreiche Aufträge. In dieser Ausstellung sind wirklich wunderbare Werke von Caravaggio und Bernini zu sehen.                         „Das Ziel des Dichters ist das Wunderbare, ich spreche vom Meister, nicht vom Stümper. Wer nicht Staunen machen kann, dessen Platz ist im Stall.“ Giambattista Marino, 1619 – und diese Ausstellung ist zum Staunen.

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KHM-Ausstellung: „Caravaggio & Bernini“, David. Foto: Gabriele Czeiner

Es handelt sich dabei um die Installation “Aerocene” des argentinischen Künstlers Tomás Saraceno. Der Künstler will mit Kunst auf die Umwelt aufmerksam machen. “Wir alle arbeiten zusammen, obwohl wir aus unterschiedlichen Gemeinschaften kommen, Ideen und Glaube sich unterscheiden können.” Der Blick der Besucher wandert nun jedenfalls nicht nur aufgrund der ohnehin mächtigen und eindrucksvoll gestalteten Kuppel der Karlskirche nach oben.

#49plus Kunstinstallation Aerocene
Karlskirche: Kunstinstallation Aerocene Foto: Gabriele Czeiner
  • Alison Jackson – Fake Truth

29.10.19 bis 26.1.20                                                                                          Galerie Westlicht, 7., Westbahnstraße 40.

#49plus Galerie Westlicht
Galerie Westlicht Foto: Gabriele Czeiner

Es werden die Arbeiten der international vielfach ausgezeichneten, britischen Künstlerin Alison Jackson gezeigt. Die Queen beim Selfie, Kim Kardashian und Kanye West bei der Hausgeburt, Lady Di mit ausgestrecktem Mittelfinger und Donald Trump im Clinch mit Miss Mexico. Haben wir das wirklich gesehen? In Zeiten der allgegenwärtigen Rede über fake news wird die Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion zunehmend schwieriger.

#49plus Galerie Westlicht
Galerie Westlicht

„Meine Fotografie beschäftigt sich mit dem Voyeurismus der Öffentlichkeit, mit der verführerischen Macht von Bildern und unserem Wunsch, ihnen Glauben zu schenken. Ich arbeite mit Schauspielern, die so zurecht gemacht sind, dass man sie für echt hält – und versetze sie dann in Szenen, die wir uns alle schon einmal vorgestellt, aber eben noch nie gesehen haben.“

The camera always lies – Alison Jacksons Arbeiten sind ein Beleg dafür, dass auch in der Fotografie den eigenen Augen nicht zu trauen ist.

  • Unerwünschtes Kino

18.10.19 bis 31.1.20

Eine Ausstellung vom Film Archiv Austria im Metro Kino Kulturhaus, Wien 1., Johannesgasse 4.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann, wie wir alle wissen, die Ausgrenzung, Vertreibung Deportation und/oder Ermordung von Juden/Jüdinnen und Andersdenkenden Ich war erstaunt wie viele Produktionsfirmen es gab, in Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien. Wie viele Filme in den 30er Jahren entstanden sind. Es werden jene Menschen vorgestellt, die als Schauspieler, Regisseure, Kameramänner, etc. verantwortlich waren. Einige Namen sind heute noch bekannt: Hans Jary, Joseph Schmidt, Paul Morgan, etc. Viele Namen sind aus unserem Gedächtnis verschwunden. Es wird das Leben dieser Menschen erzählt, wo sie geboren wurden, welche Rolle sie im Filmgeschäft der Zwischenkriegszeit eingenommen haben, ob und wie sie das Land verlassen konnten, in dem sie geboren und gearbeitet haben. Etliche, jener die es geschafft haben, konnten in den USA eine neue Existenz aufbauen, sehr vielen ist das nicht gelungen, und noch sehr viel mehr wurden in diversen Konzentrationslagern ermordet.

Die Ausstellung ist interessant und sehenswert. Es werden Ausschnitte von Filmen aus den 30er Jahren gezeigt. 28 Personen werden vorgestellt, in welchen Filmen sie mitgewirkt haben und was aus ihnen geworden ist.

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Film Archiv Austria: Unerwünschtes Kino. Foto: Gabriele Czeiner
  • Die Ephrussis 6.11.2019 bis 8.3.2019

Eine Zeitreise im Jüdischen Museum, Wien 1., Dorotheergasse 11.

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Die Ephrussis – Foto Gabriele Czeiner

Es geht in dieser Ausstellung wirklich um eine Zeitreise, die der Familie Ephrussis. Es beginnt in Odessa, Anfang des 19. Jahrhunderts, und dann reicht das Netzwerk der Familie über Wien, Paris und das restliche Europa, die Familie üersteht zwei Weltkriege, teilweise im Exil, und ist heute über die ganze Welt verstreut, in USA, England, Japan, Mexiko. Es gab ein Bankhaus, es gab Kunstsammler, Historiker. In der Ausstellung wird auf einzelne Familienmitglieder eingegangen, ihre Geschichte und ihr Schicksal dokumentiert. Nicht zu vergessen „Der Hase mit den Bernsteinaugen“.

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Die Ephrussis – Der Hase mit den Bernsteinaugen – Foto: Gabriele Czeiner

Für diese Ausstellung unbedingt Zeit nehmen, es gibt so viel zu sehen, lesen und hören.

Text: Gabriele Czeiner