Tipps zu Ausstellungen

Neu auf 49plus Tipps und kurze Beschreibungen zu Ausstellungen, Filmen, Theateraufführungen, etc.

  • Caravaggio & Bernini

Kunsthistorisches Museum, noch bis 19.1.20Entdeckung der Gefühle Zwischen1600 und 1650 entstand in Rom eine neuartige Kunst. Viele Künstler zog es nach Rom, die gute wirtschaftliche Lage, die katholische Reform sorgte fürn zahlreiche Aufträge. In dieser Ausstellung sind wirklich wunderbare Werke von Caravaggio und Bernini zu sehen.                         „Das Ziel des Dichters ist das Wunderbare, ich spreche vom Meister, nicht vom Stümper. Wer nicht Staunen machen kann, dessen Platz ist im Stall.“ Giambattista Marino, 1619 – und diese Ausstellung ist zum Staunen.

Bernini "David"
KHM-Ausstellung: „Caravaggio & Bernini“, David. Foto: Gabriele Czeiner

 

  • Karlskirche Kunstinstallation „Aerocene“

Es handelt sich dabei um die Installation “Aerocene” des argentinischen Künstlers Tomás Saraceno. Der Künstler will mit Kunst auf die Umwelt aufmerksam machen. “Wir alle arbeiten zusammen, obwohl wir aus unterschiedlichen Gemeinschaften kommen, Ideen und Glaube sich unterscheiden können.” Der Blick der Besucher wandert nun jedenfalls nicht nur aufgrund der ohnehin mächtigen und eindrucksvoll gestalteten Kuppel der Karlskirche nach oben.

Kunstinstallation Aerocene
Karlskirche: Kunstinstallation Aerocene Foto: Gabriele Czeiner

 

  • Alison Jackson – Fake Truth

29.10.19 bis 26.1.20                                                                                          Galerie Westlicht, 7., Westbahnstraße 40.

Galerie Westlicht                                                                                  Foto: Gabriele Czeiner

Es werden die Arbeiten der international vielfach ausgezeichneten, britischen Künstlerin Alison Jackson gezeigt. Die Queen beim Selfie, Kim Kardashian und Kanye West bei der Hausgeburt, Lady Di mit ausgestrecktem Mittelfinger und Donald Trump im Clinch mit Miss Mexico. Haben wir das wirklich gesehen? In Zeiten der allgegenwärtigen Rede über fake news wird die Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion zunehmend schwieriger.

Galerie Westlicht

„Meine Fotografie beschäftigt sich mit dem Voyeurismus der Öffentlichkeit, mit der verführerischen Macht von Bildern und unserem Wunsch, ihnen Glauben zu schenken. Ich arbeite mit Schauspielern, die so zurecht gemacht sind, dass man sie für echt hält – und versetze sie dann in Szenen, die wir uns alle schon einmal vorgestellt, aber eben noch nie gesehen haben.“

The camera always lies – Alison Jacksons Arbeiten sind ein Beleg dafür, dass auch in der Fotografie den eigenen Augen nicht zu trauen ist.

  • Unerwünschtes Kino

18.10.19 bis 31.1.20

Eine Ausstellung vom Film Archiv Austria im Metro Kino Kulturhaus, Wien 1., Johannesgasse 4.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann, wie wir alle wissen, die Ausgrenzung, Vertreibung Deportation und/oder Ermordung von Juden/Jüdinnen und Andersdenkenden Ich war erstaunt wie viele Produktionsfirmen es gab, in Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien. Wie viele Filme in den 30er Jahren entstanden sind. Es werden jene Menschen vorgestellt, die als Schauspieler, Regisseure, Kameramänner, etc. verantwortlich waren. Einige Namen sind heute noch bekannt: Hans Jary, Joseph Schmidt, Paul Morgan, etc. Viele Namen sind aus unserem Gedächtnis verschwunden. Es wird das Leben dieser Menschen erzählt, wo sie geboren wurden, welche Rolle sie im Filmgeschäft der Zwischenkriegszeit eingenommen haben, ob und wie sie das Land verlassen konnten, in dem sie geboren und gearbeitet haben. Etliche, jener die es geschafft haben, konnten in den USA eine neue Existenz aufbauen, sehr vielen ist das nicht gelungen, und noch sehr viel mehr wurden in diversen Konzentrationslagern ermordet.

Die Ausstellung ist interessant und sehenswert. Es werden Ausschnitte von Filmen aus den 30er Jahren gezeigt. 28 Personen werden vorgestellt, in welchen Filmen sie mitgewirkt haben und was aus ihnen geworden ist. 

Unerwünschtes Kino
Ausstellung: Unerwünschtes Kino. Foto: Gabriele Czeiner

 

  • Die Ephrussis

6.11.2019 bus 8.3.2019

Eine Zeitreise im Jüdischen Museum, Wien 1., Dorotheergasse 11.

Die Ephrussis
Die Ephrussis – Foto Gabriele Czeiner

Es geht in dieser Ausstellung wirklich um eine Zeitreise, die der Familie Ephrussis. Es beginnt in Odessa, Anfang des 19. Jahrhunderts, und dann reicht das Netzwerk der Familie über Wien, Paris und das restliche Europa, die Familie üersteht zwei Weltkriege, teilweise im Exil, und ist heute über die ganze Welt verstreut, in USA, England, Japan, Mexiko. Es gab ein Bankhaus, es gab Kunstsammler, Historiker. In der Ausstellung wird auf einzelne Familienmitglieder eingegangen, ihre Geschichte und ihr Schicksal dokumentiert. Nicht zu vergessen „Der Hase mit den Bernsteinaugen“.

Die Ephrussis
Die Ephrussis – Der Hase mit den Bernsteinaugen – Foto: Gabriele Czeiner

Für diese Ausstellung unbedingt Zeit nehmen, es gibt so viel zu sehen, lesen und hören. 

 

Text: Gabriele Czeiner