Alkohol bei Frauen

Über Alkohol haben wir auf 49plus schon einige Male geschrieben. Alkohol wirkt bei Frauen anderes als bei Männern. Alkohol wird in unserer Gesellschaft immer noch als Lappalie genommen. Ein oder zwei Gläser Bier zum Mittagessen, am Abend dann ein Treffen beim Heurigen mit ein paar Achterln Wein oder drei, vier G’spritzte, eine Damenrunde mit Prosecco. Gelegenheiten gibt es immer. 

#49plus Alkohol und Frauen
Gelegenheit gibt es immer Foto © Gabriele Czeiner

Der Unterschied

Es gibt Unterschiede zwischen dem Trinkverhalten von Männern und Frauen. Eine Umfrage des Internetportals „Alkohol Ade“ hat ergeben, das Frauen, wenn sie trinken, eher heimlich trinken und sich dafür schämen. 

Zwei von drei Männern trinken in Gasthäusern, Beiseln, beim Heurigen. Bei den Frauen trinkt nur eine von fünf in einem Lokal. Die anderen bleiben zu Hause und trinken alleine ihre Gläser Wein. 

„Genau das höre ich in der täglichen Beratung“, sagt Gaby Guzek, selbst trockene Alkoholikerin, Autorin des Bestsellers „Alkohol ade“ und Coach: „Frauen schämen sich fürchterlich für ihren Alkoholkonsum. Deshalb köpfen sie auch lieber allein zu Hause Flasche um Flasche, als durch Kneipen zu ziehen“.

Und was noch interessant ist, dass dreimal so viele Frauen heimlich trinken. Drei von vier Männern haben hingegen keine Problem zuzugeben, dass sie regelmäßig Alkohol konsumieren und auch sehr oft zu viel trinken.

Für die anonyme Umfrage wurden 1.420 Teilnehmer auf www.alkohol-ade.com, Facebook und Twitter rekrutiert. Die Befragung ist nicht repräsentativ.

Auf der Homepage von My Way Betty Ford Klinik gibt es auch interessantes zwischen den kleinen Unterschied zum starken Geschlecht. My Way Betty Ford Klinik in Bad Brückenau, Deutschland, hat keinen Zusammenhang zum Betty Ford Center in Kalifornien.

Ursachen

Frauen trinken sehr häufig um zu „funktionieren“. Aufstehen, Frühstück machen, Kinder versorgen, Kinder zur Schule bringen, in die Arbeit gehen, Wohnung sauber halten, Essen machen, Kinder von der Schule holen, Aufgaben überprüfen, mit den Kindern lernen, Wäsche waschen geht nebenbei, Wäschen Bügeln geht nicht mehr nebenbei, einkaufen, Vorkochen. Das kommt sicher vielen Frauen bekannt vor. Um abzuschalten gönnt man sich dann ein Glaser Wein oder Prosecco. Mit der Zeit werden es mehr Gläser. 

Aber es gibt noch mehr Ursachen. Kontaktschwierigkeiten, Hemmungen, soziale Ängste, Depressionen. All das sind Gründe um heimlich zur Flasche zu greifen. 

Bei Männern ist ein „Schwipserl“ nicht so schlimm, Frauen die offensichtlich betrunken sind, werden in der Öffentlichkeit meistens verachtet. Also greifen sie eher „heimlich“ zur Flasche.

#49plus Alkohol und Frauen
„Schwipserl“ Foto © Gabriele Czeiner

Symptome

Wenn Sie Probleme mit Alkohol haben achten Sie auf Ihr Verhalten:

  • Ist es Ihnen nicht mehr möglich einige Wochen ohne Alkohol auszukommen? 
  • Sind Sie „trinkfest“ geworden? Sie benötigen immer mehr Alkohol?
  • Sie möchten gerne aufhören Alkohol zu trinken? Das Verlangen ist stärker als die Vernunft?
  • Sie brauchen keinen Anlass? Trinken auch alleine zu Hause?
  • Bei längeren Trinkpausen treten Entzugserscheinungen auf?

Jetzt ist die Fastenzeit, jetzt wäre doch eine gute Gelegenheit auf Alkohol zu verzichten, einige Wochen ohne Alkohol auszukommen wird Ihrem Körper gut tun. Bedenken Sie auch die gesundheitlichen Probleme, welche im Laufe der Zeit auftreten.

1. Schritt

Wenn Sie es nicht schaffen einige Wochen ohne Alkohol auszukommen, dann sollten Sie jetzt damit beginnen Ihr Alokohol-Verhalten zu überdenken. Gehen Sie zu Ihrem Arzt und sprechen Sie mit ihm. Es geht um Ihre Gesundheit, um Ihr Leben. Das müssen Sie selbst in die Hand nehmen, den ersten Schritt sollten Sie machen. Und wenn Sie den ersten Schritt gemacht haben, dann geht der zweite und dritt Schritt wie von selbst.

Text: Gabriele Czeiner

Beitragsbild: www.123rf.com © lightfieldstudios

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