USA – 1. Station Chicago

EMit dem Taxi ins Hotel. Ich muss gestehen, ich bin ein fauler Mensch, ich mag nicht mit der Bahn fahren, die Station suchen, warten bis der Zug kommt, meinen Koffer schleppen. Ich fahre mit dem Taxi, 55 $ hat die Fahrt zum Hotel gekostet, der Taxifahrer hat mir erklärt, dass sie nicht gerne den Flughafen anfahren, es gibt nur Geld, wenn sich das Auto bewegt, bei Stillstand – also im Stau – stoppt auch der Taxameter. Also für die Fahrgäste ist das sicher so ok. Es ist immer Stau. Die Fahrt hat ca. 40 Minuten gedauert, also nicht so schlimm und ich bekam schon eine ersten Blick auf die Skyline von Chicago. 

Ich habe im Congress Plaza Hotel ein Zimmer reserviert, das Zimmer war groß, es war sauber, wir waren im 10. Stock, es ist ein altes Hotel von 1893, liegt gegenüber dem Grant Park ist empfehlenswert, auf booking.com hat es fast nur gute Bewertungen bekommen, und es ist zentral gelegen. Preis-Leistung hat gestimmt.

Congress Plaza Hotel Chicago

Im Hotel habe ich mir mit meiner Freundin getroffen, sie wohnt in Sarnia/Kanada, und ist mit dem Zug gekommen.

Es war natürlich ein großes Hallo, wir haben uns vor 2 Jahren zuletzt gesehen. Aufs Zimmer, den Koffer abstellen und dann geht es los mit dem ersten Spaziergang in dieser Stadt. Ich war das letzte Mal von ca. 30 Jahren hier, habe mir vor meinem Abflug ein paar alte Fotos von damals angesehen, und es hat sich total verändert. 

Skyline von Chicago, Lake Michigan

Die City ist sehr sauber, sehr gepflegt, überall sind Blumen aufgestellt, es gibt an allen Ecken und Enden Mistkübel, also er wird nichts einfach so weg geworfen. Der erste Eindruck ist gut. 

Und dann sah ich den Springbrunnen von „Eine schrecklich nette Familie“, wer kann sich nicht an die Serie erinnern? Auf alle Fälle der Springbrunnen, genauso wie im Vorspann der Serie und mir ist sofort wieder Frank Sinatra und “Love and Marriage“ eingefallen. 

Springbrunnen im Grant Park

Wir sind dann ein wenig entlang des Lake Michigan spaziert, entlang vom Yachthafen, hier stehen schon ein paar nette kleine „Schifferln“. Auch hier alles sehr gepflegt.

Ich hatte einen langen Flug hinter mit, 9 Stunden, meine Freundin eine 6-stündige Zugsfahrt, also haben wir uns ein Taxi genommen und sind in die Magnificent „Mag“ Mile gefahren. Das ist die „Kärntnerstraße“ von Chicago,  hier finden sich alle teuren Läden: Chanel, Burberry, etc. wenn man ein wenig weiter geht, kommen dann auch ein paar nicht so bekannte Namen, aber die Waren in diesen Geschäften sind schon eher hochpreisig. Also Auslagen ansehen, ein wenig Preise vergleichen mit zu Hause, und letztendlich bin ich froh, dass ich nur einen kleinen Koffer genommen habe.

In einer Nebenstraße waren wir dann in einem Schuhgeschäft, das war wirklich sehenswert. War über 2 Etagen, und die Etagen waren an die 100 Meter lang, Schuhe, Schuhe, Taschen, Taschen, hier gab es alles von teuren Edelmarken bis zum Abverkauf und unbekannte Marken mit normalen Preisen. Jetzt hätte ich gerne einen größeren Koffer!

Wahnsinns-Schuhgeschäft

Abendessen waren wir dann in einem italienischen Restaurant, haben ein gutes Glas Rose getrunken, nein ich glaub es waren zwei Gläser, Pizza gegessen, die ok war, dann noch ein Spaziergang und mit dem Taxi zurück ins Hotel. Taxis sind hier nicht sehr teuer, je 7 $ haben die Fahrten gekostet.

Am nächsten Tag dann mit Hop-on-Hof-off-Bus durch Chicago, die Rundfahrt dauerte 2 Stunden, aber wir haben danach einen guten Überblick gehabt über die Sehenswürdigkeiten, die Entfernungen. 

Interessant für uns war der Chicago Riverwalk, eine Fußgängerpromenade, für Amerika ein Weg nur für Fußgänger erbaut ist schon „cool“! Man hat hier einen tollen Blick auf die Skyline von Chicago und es gibt auch einige nette Bars zum Relaxen.

Riverwalk mit Blick zum Trump-Tower

Chicago`s Wolkenkratzer zeichnen sich durch ihre kreative Architektur aus. Das Board of Trade mit Art-deco-Verzierungen, das James R. Thompson Center mit der imposanten Eingangshalle. Aber es gibt auch Gebäude bei denen jeder Architekt einen Herzinfarkt bekommt. Ein Beispiel: das Soldier Field Stadion, es wurde 1921 gebaut, es hatte 90.000 Plätze und war an alte griechisch-römische Architekturstile angepasst. Es gab dann einige Umbauarbeiten, die Kapazität des Stadions wurde auf 57.000 Zuschauer gesenkt. Im Jahr 2002 begann der große Umbau! Ein Großteil des Stadions wurde abgerissen, aber man ließ das neue Stadion in die Außenwände des alten Stadions einbauen! Ein Journalist beschrieb das neue Stadion „es sehe aus wie ein Raumschiff, das auf dem Parthenon gelandet ist“. Die Zuschauerkapazität wurde wieder auf 61.500 erhöht.

Soldier Field Stadion

Zum Sehen gibt es genug, ich werde Chicago sicher wieder besuchen. Das nächste Mal nehme ich mir aber mehr Zeit, vielleicht eine Woche, und werde dann auch das Nachtleben geniessen, Chicago ist der Ursprung des Blues, es gibt hier immer noch sehr viele Lokale mit Livemusik.

Und das ist uns auch passiert: Wir haben eine Flasche Wein bei Walgreens gekauft (Walgreens ist die größte Apothekenkette in den Staaten) und es wurde nach einem Ausweis verlangt – an Jugendlichen wird kein Alkohol verkauft – hat natürlich einen Lachanfall bei uns verursacht – wir sehen NATÜRLICH um vieles jünger aus – auf uns 49plus-Junggebliebene!!!!

Übrigens Alkohol wird in Apotheken verkauft – ist ja auch Medizin.

Die nächste Station wartet schon – Denver, wird im nächsten Beitrag beschrieben.

Text und Fotos: Gabriele Czeiner

Quelle: div. Reiseführer, Wikipedia