Gehen und das biologische Alter

Wir wissen gehen ist gut für die Gesundheit. Die Forschergruppe um Line Jee Hartmann Rasmussen, Duke University, hat herausgefunden, dass das Gehtempo Auskunft über unsers biologisches Alter gibt. 

An die 1000 Frauen und Männer aus Neuseeland, sind jetzt ca. 45 – 47 Jahre alt, werden seit ihrer Geburt regelmäßig, im Abstand von zwei bis sechs Jahren untersucht. 

Für diese Studio verfügten die Forscher über diese Gesundheitsdaten und ließen die Teilnehmer auf einem Laufbahn zunächst normal gehen, dabei eine Denkaufgabe lösen, steigerten das Gehtempo – ohne zu rennen. Danach wurde das Gehtempo dieser Personen mit früheren Ergebnissen verglichen. Bei diesen Personen wurde unter anderem verschiedene Blutwerte, Zähne, Herzleistung und das Atemvolumen untersucht.  Die geistige Fitness wurde mit einem Intelligenztest geprüft und alle Teilnehmer unterzogen sich einem Hirnscan.

Die Wissenschaftler fanden tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Gehtempo der 45jährigen und ihrem biologischen Alter. „Die Teilnehmer mit dem langsamsten Gang waren in den letzten Jahren im Schnitt um 5 Jahre schneller gealtert als die Teilnehmer mit dem schnellsten Gehtempo“ berichten Rasmussen und ihre Kollegen. Das zeigte sich auch in Stoffwechselmarkern, im Zustand der inneren Organe, den Zähnen und der Muskelkraft.

Aber das Gehtempo erlaubt auch Rückschlüsse auf die geistige Fitness und die Alterung des Gehirns. Die Teilnehmer die langsamer gingen, hatten ein kleineres Hirnvolumen, eine geringere Dicke der Hirnrinde und mehr Schädigungen in der Weißes Hirnsubstanz. Die Langsamgeher schnitten im Intelligenztest im Schnitt um 16 Punkte schlechter ab als die Schnellgeher.

Umgerechnet auf das biologische Alter kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Schnellgeher im Vergleich zu den Langsamsten um fünf biologische Jahre jünger waren. Das wurde auch äußerlich erkannt. Das Team von Rasmussen ließ Porträtaufnahmen von den Teilnehmern machen, und dann das jeweilige Alter schätzen. Die Langsamgeher wurde allesamt älter geschätzt.

Das Gehtempo könnte ein erster Hinweis sein, den Ausbruch altersbedingter Erkrankungen zu vermeiden bzw. frühzeitig zu erkennen. Denn es sollte uns allen klar sein, das es einfacher ist altersbedingter Schäden vorzubeugen statt sie zu behandeln.

Quelle:Jama-Network 

Text: Gabriele Czeiner