Wie Alkohol auf unser Gehirn wirkt

Wir trinken ein oder zwei Gläser Wein, Bier oder Schnaps. Es dauert rund 6 Minuten bis der Alkohol im Gehirn  ankommt. Alkohol beeinflusst die Botenstoffe – Neutrotransmitter – diese geben die Reize von einer Nervenzelle zur nächsten weiter. Wenn Alkohol im Spiel ist, kommt es zu falschen oder veränderten Übertragung der Nervenzellen.

Alkohol beeinflusst weitere Botenstoffe, die Stresshormone Adrenalin und Cortisol werden vermehrt ausgeschüttet und natürlich auch die Glückshormone Serotonin und Dopamin.

Das heißt unter Alkoholeinfluss entspannen wir, werden enthemmter und gelassener. Wir sind super drauf, wir sind die Größten und Besten. Die Reaktionsfähigkeit schwindet, danach kommen Gleichgewichtsstörungen hinzu und Sprachschwierigkeiten. Wir werden müde und vergessen einiges. Im schlimmsten Fall verlieren wir das Bewusstsein und können sogar sterben.

Ein Schutzmechanismus ist die Gehirnflüssigkeit, sie verdünnt unter anderem den Alkohol. Das ist der Grund warum man nach einer Nacht mir viel Alkohol ein sehr starkes Durstgefühl hat, geschwollene Hände und Füsse. Der Körper fällt über die Flüssigkeitsressourcen her, um den Alkohol zu verdünnen. Und bei Alkoholkonsum wird der Zuckerabbau blockiert. 

Also nicht nur das Gehirn wird zerstört, auch die Bauchspeicheldrüse geht kaputt. Und bei längerem Alkoholkonsum ist auch ein Mangel an Vitamin B1 feststellbar. Und das führt unter anderem zu Magenentzündungen. Sehr viele Alkoholiker leiden unter Gastritis. Und nicht zu vergessen die Leber, welche auch Vitamin B1 braucht um Alkohol abzubauen. Alkohol schädigt nicht nur die Gehirnzellen sonder alle Zellen im Körper. 

Hannes Bacher, Psychiater und ärztlicher Leiter der Suchthilfe-Klinik Salzburg, sagt: Die Dosis macht das Gift. Ein Glas Wein oder Bier werden keine Beschwerden verursachen, aber es sollte nicht mehr werden.

Bevor die Feiern für Weihnachten, Silvester oder auch nur Geburtstage starten, sollten wir vielleicht doch überlegen, etwas weniger Alkohol zu trinken und bedenken was der Alkohol alles in uns anrichten kann.

Quelle: www.welt.de, Hannes Bacher

Text: Gabriele Czeiner